Rede zum Empfang für das Düsseldorfer Brauchtum

Düsseldorf, 20.09.2021

Am 05. September fand im Innenhof des Düsseldorfer Rathauses der Sommerempfang für die Schützen und Bürgervereine auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller statt.


Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Liebe Gäste!

Ich heiße Sie sehr herzlich willkommen zu diesem Empfang für das Düsseldorfer Brauchtum im Innenhof unseres Rathauses.

Schön, dass Sie alle heute hier sind! Ich möchte mich heute mit Ihnen über das Brauchtum und Ihren Einsatz für unsere Stadtgesellschaft austauschen. Ich freue mich gleich auf die Gespräche mit Ihnen.

Und ich lade Sie ein, sich auch selbst miteinander zu vernetzen, miteinander bekannt zu machen oder – was vielmehr der Fall sein dürfte – vielleicht so etwas wie Wiedersehensfreude zu erleben.

Nach vielen Monaten Coronapandemie gibt es nun deutliche Zeichen der Hoffnung und der Entspannung.

Üblicherweise endet jetzt im Spätsommer die Schützensaison. Wir vermissen die sonst so schönen Schützenfeste – auch als neuer Oberbürgermeister hätte ich mir viele Begegnungen gewünscht.

Und auch wenn große Schützenfeste nicht möglich waren, gibt es doch erste Lichtblicke, wie an diesem Wochenende in Lierenfeld und Hamm, wo ich im kleineren Kreis Stadtschützenorden verleihen darf.

An dieser Stelle möchte ich nicht versäumen, den aktuellen – aber leider immer noch „ungekrönten“ Stadtschützenkönig 2019/2020 zu begrüßen. Schön, dass Sie hier sind, sehr geehrter Herr Palm.

Und üblicherweise bereiten sich die Närrinnen und Narren in diesen Wochen langsam aber sicher auf die Karnevalssession vor. Ich bin zuversichtlich, dass bald wieder so etwas wie Normalität zurückkehren wird. Wir werden schauen, was die nächsten Wochen und Monate bringen – in jedem Fall bleibt es dabei: „Wir feiern das Leben.“

Wenn wir noch einmal zurückblicken, dann war das Brauchtum dennoch im Stadtgeschehen präsent: Die Karnevalsvereine und die Schützengesellschaften sowie die Heimat- und Bürgervereine haben auch während der Pandemie immer geplant und organisiert. Sie hatten die Hoffnung nie verloren, dass Veranstaltungen bald wieder stattfinden können.

Auch wenn manche Einschränkungen länger als erwartet andauerten, hatte der Zusammenhalt im Brauchtum und in den Heimat- und Bürgervereinen auch in dieser schwierigen Zeit Bestand.

Dies ist umso bemerkenswerter nach fast anderthalb langen Jahren, in denen regelmäßige Treffen, persönliche Kontakte oder die sonst so schönen und von vielen, vielen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern geschätzten Veranstaltungen kaum oder gar nicht stattfinden konnten.

Erfreulicherweise wurden das Miteinander und der Zusammenhalt – im Zweifelsfall auf virtuellem Wege – weiterhin gepflegt. Ihre Vereine und Gesellschaften bestechen eben durch einen bemerkenswert ausgeprägten Teamgeist!

Sie haben nicht nur für die Zeit nach Corona geplant, im Hintergrund gewerkelt oder Pläne geschmiedet. Sie haben vielmehr auch während der Coronapandemie gezeigt, für was das Brauchtum und die Heimat- und Bürgervereine in Düsseldorf stehen: Für das Engagement für die Mitmenschen.

Ich denke etwa an Fahrdienste zum Impfzentrum, Besuche von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Erledigungen und Einkäufe für Nachbarinnen und Nachbarn.

Sie alle, die heute stellvertretend für die vielen anderen Mitglieder Ihrer Vereine eingeladen worden sind, haben gezeigt, dass das Brauchtum, das Schützenwesen, der Karneval und die Heimat- und Bürgervereine eine starke Stütze unserer Düsseldorfer Stadtgesellschaft sind. Die Stadtgesellschaft gewinnt dank dieses ehrenamtlichen Einsatzes für andere.

So freue ich mich auch sehr, dass heute unter uns Menschen sind, die sonst eher nicht in der ersten Reihe zu sehen, sondern vielleicht eher hinter den Kulissen tätig sind und als gute Seelen der Vereine bezeichnet werden können.

Ich möchte Ihnen allen – stellvertretend für die vielen, die ehrenamtlich tätig sind – sehr herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz danken. Sie haben kreative Lösungen gefunden, um die Stadtgesellschaft zu bereichern. Sie haben gute Ideen gehabt, um den Menschen Freude zu bereiten. Sie haben Netzwerke trotzdem gepflegt.

Das zeigt einmal mehr: Das Brauchtum und die Heimat- und Bürgervereine sind kreativ, unverzichtbar für die Stadtteile und die gesamte Stadt und in der Mitte der Stadtgesellschaft verankert.

Hervorheben möchte ich noch, dass auch die Stadtsparkasse Düsseldorf das hiesige Brauchtum regelmäßig fördert. In diesem Jahr unterstützt sie nun den heutigen Empfang mit einem nennenswerten Betrag.

Dafür sage ich Ihnen als Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf, sehr geehrter Herr Dr. Dahm, vielen Dank. Schön auch, dass Sie persönlich gekommen sind.

Die Stadt selbst, Politik und Verwaltung, und ich persönlich werden weiterhin an der Seite des Brauchtums stehen.

Die enge Verbindung wird noch dadurch unterstrichen, dass heute Herr Bürgermeister Hinkel, Frau Bürgermeisterin Zepuntke und Herr Stadtdirektor Hintzsche gekommen sind. Auch Sie begrüße ich sehr herzlich.

Ich freue mich jetzt auf den Austausch mit Ihnen und bin zuversichtlich, dass wir uns bald im üblichen Rahmen wiedersehen. Doch zunächst lassen Sie es sich bitte bei Speis und Trank gut gehen und genießen Sie die musikalische Untermalung durch Lutz Strenger!

Es gilt das gesprochene Wort!

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